Die Workshops

Workshop 1

Das Heft in die Hand nehmen! Aktive kommunale Bodenpolitik
Gregor Moss, Beigeordneter der Stadt Bielefeld,  Dezernat Wirtschaft, Stadtentwicklung, Mobilität

Die Stadt Bielefeld steht wie viele Groß- und Universitätsstädte vor großen wohnungs- und stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen. Der derzeitige Wohnungsmarkt sowie die prognostizierten Bevölkerungszuwächse erfordern nachhaltige und zukunftsfähige, aber auch bezahlbare Wohnungsangebote. Die Stadt Bielefeld plant dazu, künftig die Baulandentwicklung aktiver zu gestalten. Welche sind die Bausteine einer kommunalen Bodenpolitik, die die Umsetzung sozialer, ökonomischer und ökologischer Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sichern und sich dabei preisdämpfend auf den Markt auswirken? Vorgestellt und diskutiert werden soll der Entwurf der Bielefelder Baulandstrategie.

Workshop 2

Wenn das Korsett zu eng sitzt: Bezahlbares Bauen und bürokratische Hürden
Frederik Ruhrort, VdW Rheinland Westfalen, Düsseldorf
Eva Stelzner, VdW Rheinland Westfalen, Düsseldorf
Jörg Wöhrmann-Kettler, BGW Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH, Bielefeld

Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschen und muss daher bezahlbar bleiben. Einer der Kostentreiber sind sicherlich auch die zahlreichen Vorschriften, die immer höhere Anforderungen an das Bauen stellen. Es wird ein Überblick der gesetzlichen und der tatsächlichen Rahmenbedingungen des Bauens gegeben, insbesondere geht es dabei um die im Wesentlichen am 1. Januar 2019 in Kraft getretene Bauordnung Nordrhein-Westfalen. Anhand von praktischen Beispielen wird zudem erläutert, wie sich Änderungen bei Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien auf die Baukosten auswirken können.

 

Workshop 3

Masse braucht Klasse: Serielles Bauen
Ditmar Joest, kwb Kommunale Wohnungsbau GmbH, Rheingau Taunus
Fabian Viehrig, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen

Seriell gefertigte Wohnbauten können helfen, das Problem des Wohnraummangels in Deutschland aufzulösen. Die GdW-Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen bietet bei einem hohen Maß an Kosten- und Rechtssicherheit einen Ansatz, unter Verzicht auf tradierte Formen der Massenfertigung von den Vorteilen moderner und industrialisierter Bauprozesse zu profitieren. Es werden neun Systementwürfe angeboten, die für viele lokale Bausituationen individualisiert werden können. In diesem Workshop zeigt die Wohnungswirtschaft mit einem Beispiel aus dem hessischen Idstein, wie Bauen mit hohem Vorfertigungsgrad in hoher Qualität funktioniert.

 

Workshop 4

Not in my backyard! Aber wo bauen wir dann?
Franziska Hettich, Quaestio Forschung & Beratung, Bonn
Mathias Metzmacher, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn
Thomas Möller, Baugenossenschaft Freie Scholle eG, Bielefeld

Neubauvorhaben rufen immer öfter Widerstände aus der Nachbarschaft hervor. Doch auch in der Stadtgesellschaft und in der lokalen Politik trifft der Wohnungsneubau nicht immer auf den erforderlichen Rückhalt. Dies hat zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Bauvorhaben. Doch wo können Kommunen, Politik und Wohnungsunternehmen ansetzen, um die Akzeptanz für den Neubau zu erhöhen? Vorgestellt werden die Ergebnisse einer bundesweiten Studie zur Akzeptanz bei Neubauvorhaben; außerdem gibt der Beteiligungsmanager der Baugenossenschaft Freie Scholle Einblicke in die Praxis vor Ort.

 

Workshop 5

Ein Klima für den Wohnungsbau
Franz-Josef Gerbens, Gundlach GmbH & Co. KG Wohnungsunternehmen, Hannover
Dr. Burkhard Schulze Darup, schulze darup & partner architekten, Berlin – Nürnberg

Behindern Energieeffizienz und erneuerbare Energien das wirtschaftliche Bauen oder sind sie integraler Bestandteil eines zukunftsfähigen Wohnungsbaus? Ist billiges Bauen die Lösung oder steuern wir damit geradewegs in eine Folgekrise der 2030er Jahre, die unsere Kinder teuer zu stehen kommt? Es stellt sich die Frage, wie sowohl betriebswirtschaftlich als auch gesamtgesellschaftlich die Weichen gestellt werden können, um eine hohe städtebaulich-baukulturelle Qualität, Klimaschutz und sozialverträgliches Wohnen miteinander zu verbinden.

 

Workshop 6

Regionalen Ausgleich stärken – die Wohnungswirtschaft als Gestalter von Heimat
Dr. Svenja Haferkamp, VdW Rheinland Westfalen, Düsseldorf
Thorsten Kleinebekel, Vorstand Wohnbau Lemgo eG
Hans-Jörg Schmidt, Geschäftsführer Aufbaugemeinschaft Espelkamp GmbH

Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land ist auf Bundes- und Landesebene erklärte und zentrale politische Zielsetzung. Mit dem Projekt „Regionalen Ausgleich stärken – Die Wohnungswirtschaft als Gestalter von Heimat“ richten die Akteure des Wohnungsmarktes ihren Blick auf die jeweiligen regional- und bundespolitischen Herausforderungen. Im Ergebnis soll deutlich werden, wie sich Wohnungswirtschaft als aktiver Partner in die regionale Entwicklung einbringen kann. Die Wohnungswirtschaft Ostwestfalen-Lippe beteiligt sich mit den Standorten Lemgo und Espelkamp am Projekt.

 

 

Die Vorträge

Willste bauen, kostet‘s – Wege zum Bauen als Normalität
Hilmar von Lojewski, Dezernat Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr, Deutscher Städtetag, Berlin
 
Wohnungspolitik zwischen Wiederbelebung und Neuorientierung
Bernhard Faller, Geschäftsführer Quaestio – Forschung & Beratung, Bonn

 



Kooperative Stadtentwicklung 2019