Vorträge und Reden 2007

Eberhard David, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld

Mit den 3. Bielefelder Stadtentwicklungstagen entwickelt sich der Kongress für Stadtplaner zu einer festen Institution. Dabei ist es kein Zufall, dass Politik und Wohnungswirtschaft nach Bielefeld eingeladen werden. Die Stadt hat als eine der Ersten durch die Stabsstelle einer Demographiebeauftragten bundesweit Anerkennung gefunden. Auch das „Bielefelder Modell“ gilt als Vorbild für das Wohnen im Alter. Zum Szenario 2050 hat die Stadt konkrete Ziele und Leitlinien formuliert.

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Dr. Heiner Geißler, Bundesminister a.D.

Angesichts extremer Knappheit von Wasser und Energie, einer immer schärferen sozialen Apartheid und eines stärker werdenden Fundamentalismus wird von vielen die bisherige Politik infrage gestellt, die offensichtlich nicht in der Lage ist, den Menschen in einer globalisierten Gesellschaft eine Perspektive zu bieten. Staat und Wirtschaft brauchen jetzt soziale und kreative Intelligenz, da es Werte jenseits von Angebot und Nachfrage gibt, an die Verstand und ökonomische Vernunft nicht heranreichen.

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Prof. Dr. rer. pol. habil. Tilman Harlander, Dekan der Fakultät Architektur und Stadtplanung

Urbanes Wohnen ist wieder im Gespräch. Architekten, Planer und Investoren überbieten sich in der Auflage neuer Wohnungstypen: Townhouses, gestapelte Maisonettewohnungen, Stadtvillen, Hochhausappartements, Lofts etc. Kein Zweifel: Mit der „Renaissance der Städte“ gibt es neue Chancen für die Städte, aber der Trendwechsel ist kein Selbstläufer; seine Bedingung ist die Entwicklung eines bedarfsgerechten, differenzierten, hochwertigen Wohnungsangebots.

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Maria Knauer, Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge AG, München

Bis zum Jahr 2050 wird die Bevölkerungszahl in Deutschland sinken und die Bevölkerung altern: Fast 30 Prozent der Deutschen werden dann über 65 Jahre alt sein. Diese demographische Entwicklung schlägt sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen nieder – in ganz erheblichem Maße auch im Wohnen. Wohnmodelle und Wohntrends werden sich im Jahr 2050 deutlich von den heutigen unterscheiden.

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Harry Gatterer, Trendforscher, Gründer der Lifestyle Foundation, Kufstein

Individualisierung, Mobilität, Alterung, New Work und weitere Faktoren wirken sich umwälzend auf das Wohnen der Zukunft aus. Die „Cocooning-Nomaden“ brauchen neue Wohnlösungen, und die Brandbreite von der Singlewohnung bis zur Senioren-WG lässt die Grenzen zwischen den Haushaltsformen verschwimmen. Häuser der Zukunft werden darüber hinaus intelligenter und emotionaler, erleichtern mit neuer Technik unseren Alltag und sind Ausdruck einer „sinnsuchenden Gesellschaft“.

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Dr. Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ, Autor des Bestsellers „Das Methusalem-Komplott“

Nicht durch ein neues Jugendbild, sondern nur durch eine militante Revolution des Bildes des eigenen Alterns gewinnt unsere Gesellschaft die Chance, sich wieder zu verjüngen. So lautet eine zentrale These des Buches „Das Methusalem-Komplott“ von Dr. Frank Schirrmacher, in dem er zu einem Komplott gegen den biologischen und sozialen Terror der Altersangst aufruft.



Kooperative Stadtentwicklung 2019