Vorträge und Reden 2012

Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Bausteine einer nachhaltigen Stadtentwicklung

Der Grundsatz einer nachhaltigen Stadtentwicklung bestimmt aktuell die Städtebaupolitik. Dabei gilt es, die lokal wirkenden unterschiedlichen Interessen abzuwägen und sie zu einem zukunftsfähigen Ausgleich zu führen. Entsprechende Maßnahmen müssen wirtschaftlich vernünftig, sozial ausgewogen und ökologisch sinnvoll sein. Die richtige Mischung von baulicher Erneuerung, Umstrukturierung, Abriss und Ersatzneubau zu finden, ist dabei keine leichte Aufgabe. Ökonomische, ökologische, soziale und gestalterische Aspekte sind zu bedenken. Das Land NRW unterstützt Umbau- und Erneuerungsstrategien auch finanziell, wenn die Nachhaltigkeit der Maßnahmen deutlich wird.

Terminbedingt musste Minister Voigtsberger kurzfristig absagen. Die vorgesehene Rede finden Sie hier zum Nachlesen und als pdf zum download.
Uwe Bodemann, Stadtbaurat Landeshauptstadt Hannover

Umbaustrategien für auf Wachstum ausgerichtete Großstadtstrukturen

Gibt es für Kommunen Grenzen des Wachstums und was bedeutet das für die Stadtentwicklung? Bis auf wenige Ausnahmen ist die Stadtplanung damit konfrontiert, neue Stadtumbaustrategien für auf Wachstum ausgelegte Städte zu entwickeln“ sei es aufgrund von demographischen Verwerfungen oder aufgrund von veralteten, den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügenden Baustrukturen. Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover, eine insbesondere in den 1950er bis 1970er Jahren auf Wachstum ausgerichtete und in vielen Bereichen neu aufgebaute Stadt, hat zu diesem Komplex einige interessante Konzeptansätze vorgelegt.

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Uwe Bodemann, Stadtbaurat Landeshauptstadt Hannover

Umbaustrategien für auf Wachstum ausgerichtete Großstadtstrukturen

Gibt es für Kommunen Grenzen des Wachstums und was bedeutet das für die Stadtentwicklung? Bis auf wenige Ausnahmen ist die Stadtplanung damit konfrontiert, neue Stadtumbaustrategien für auf Wachstum ausgelegte Städte zu entwickeln“ sei es aufgrund von demographischen Verwerfungen oder aufgrund von veralteten, den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügenden Baustrukturen. Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover, eine insbesondere in den 1950er bis 1970er Jahren auf Wachstum ausgerichtete und in vielen Bereichen neu aufgebaute Stadt, hat zu diesem Komplex einige interessante Konzeptansätze vorgelegt.

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Dr. Alexander Rieck, Architekt, Mitinhaber von Laboratory for Visionary Architekture (L.A.V.A.), Wissenschaftler an der Fraunhofer Gesellschaft

Städtebau als Spiegelbild der Gesellschaft

In Städten zeigen sich gesellschaftliche Probleme genauso wie aktuelle Entwicklungstendenzen besonders deutlich. Die Umbrüche einer zunehmend globalen Wirtschaft und die Auswirkungen des sozialen Wandels sind hier gelebte Realität. Attraktiver Städtebau trägt in diesem Kontext wesentlich zur Erhöhung der urbanen Lebensqualität bei. Der Stadtraum ist dabei nicht nur Plattform des öffentlichen Lebens. Er ist vielmehr auch ein Ort des sozialen, kulturellen und kommerziellen Austauschs. Zugleich dient er als Basis für Mobilität. Der Stadtraum schafft urbane Identität und ist ein Spiegel der Gesellschaft.

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Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Demographie und Immobilien: eine Langfristperspektive

Der demographische Wandel hat Deutschland erreicht. Bis zum Jahr 2030 wird jeder vierte Bundesbürger älter als 65 Jahre sein. Zwar nimmt bis dahin die Bevölkerung nur leicht ab, dennoch steigt die Zahl der Privathaushalte aufgrund des zunehmenden Anteils an Ein- und Zwei-Personen-Haushalten. Die Wohnraumnachfrage steigt also. Allerdings muss sich die Immobilienwirtschaft auf die Alterung unserer Gesellschaft und die sich ändernden Haushaltsstrukturen mit einem entsprechenden Angebot an zukunftsfähigem Wohnraum reagieren. Darüber hinaus wird die eigene Immobilie als Altersvorsorge verstärkt an Bedeutung gewinnen – auch im Hinblick auf die im Wesentlichen nur ambulant finanzierbare Pflegesituation.

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Prof. Dr. Meinhard Miegel, Wirtschaftsforscher und Politikberater

Höher, schneller, weiter – wohin?

Das Wachstum, das wir seit Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt haben, ist menschheitsgeschichtlich einzigartig. Die Grenzen des Wachstums sind jetzt erreicht. Infolgedessen müssen wir einen neuen Wohlstandsbegriff definieren. Der Wohlstand der zurückliegenden zwei, drei Generationen war ein materieller; jetzt beginnt eine Phase, in der neben diesem materiellen Wohlstand der immaterielle Wohlstand gebildet werden muss. In diesem Zusammenhang sind längerfristige Politikkonzepte erforderlich, denn die Zeit des einfachen Regierens ist vorüber.

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Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Philosoph und Autor

Abschlussvortrag

In seinem Vortrag betrachtet Sloterdijk das Thema der Stadtentwicklung aus philosophischer und ethischer Sicht. Dabei geht es um die Frage, wie sich

angesichts der Grenzen des Wachstums die Städte künftig aufstellen müssen und ob die Veränderungen, die mit der erforderlichen Umstrukturierung verbunden sind, ethisch vertretbar sind. Peter Sloterdijk zählt zu den berühmtesten Philosophen unserer Zeit. Dem Fernsehpublikum ist Sloterdijk auch durch die Sendung „Das Philosophische Quartett“ bekannt, die er zusammen mit Rüdiger Safranski moderiert. Der Professor für Philosophie und Ästhetik ist Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und Schriftsteller.

 



Kooperative Stadtentwicklung 2019