Vorträge und Reden 2013

Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow, Institut für Städtebau, TU Braunschweig

100% – Das Recht auf Ko-Produktion der Stadt!

Die Zeiten von Partizipation sind längst vorbei! Nun geht es darum, Bürgerinnen und Bürger zu Ko-Produzenten ihrer Stüdte zu machen. Wir stehen am Beginn einer Entwicklung, die nachhaltigere, schönere und lebenswertere Städte für viele bieten kann.

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Sascha Lobo, Blogger, Autor, Strategieberater

Stadt, LAN, Fluss – Über kollektive Intelligenz, die digitale Vernetzung und was das mit Stadtentwicklung zu tun hat.

Das Internet hat sich zu einer wichtigen Infrastruktur entwickelt. Netzwerke, Web-Applikationen und Server-Landschaften können die Zusammenarbeit in vielen Bereichen unseres Lebens stark verändern und auch verbessern: Gleichzeitige Arbeit, beschleunigte Interaktionen, soziale Strukturen und Daten werden sichtbar und nachvollziehbar. Durch die Kommunikation über die neuen Medien und die sozialen Netzwerke kann auch im Bereich der Stadtentwicklung eine neue Form der Bürgerbeteiligung aufgebaut werden.

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Dr. rer. pol. Stephanie Bock

Von Inseln der Beteiligung zu einer integrierten Beteiligungskultur

Die Diskussion um eine veränderte Bürgerbeteiligung in den Kommunen ist mit Reflexionen zu einer Verschiebung der Rollen und des Zusammenspiels von Kommunalpolitik, Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft sowie einer veränderten Bedeutung neuer und alter Medien verbunden. Das qualitativ Neue und die Komplexität der zu beobachtenden Veränderungen können unter dem Begriff der kommunalen Beteiligungskultur zusammengeführt werden. Eine ernst genommene Beteiligungskultur hat erhebliche Konsequenzen für die Kommunen, und zwar sowohl für ihr Handeln nach außen als auch nach innen.

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Gerhard Matzig

Architektur und Städtebau in Zeiten des Wutbürgers

Die Revolte gegen den neuen Bahnhof in Stuttgart ist nur ein Beispiel für ein Phänomen, das in Deutschland um sich greift: das Dagegen-Sein. Die Zukunftslust ist uns offenbar vergangen. Fortschritt ist mittlerweile ein Wort, das Allergien auslöst, Technik ein Feindbild. Aber warum dieser Wille zum Stillstand, warum stehen Visionen und Utopien heute in solch schlechtem Ruf? Warum glauben wir, Werte wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz nur dann in unser Handeln integrieren zu können, wenn wir gleichzeitig den Rückwärtsgang in die Vergangenheit einlegen? In seinem Buch „Einfach nur dagegen“ zeigt Gerhard Matzig auf, wie der Egoismus der Wutbürger unseren Kindern die Zukunft verbaut, und entwirft Szenarien einer neuen Moderne in Politik, Wirtschaft und Technik.

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Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister von Neukölln, Berlin

Keine Integration ohne Partizipation!

In dem Berliner Stadtbezirk Neukölln leben Menschen aus über 160 Nationen: Rund 40 Prozent der mehr als 300.000 Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Ziel der Integration ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Neuköllner am zivilgesellschaftlichen Leben. Dies setzt voraus, dass wir alle im Bezirk lebenden Menschen in ihren Fähigkeiten aktivieren und sie als gleichberechtigte, verantwortungsbewusste Partner ernst nehmen. Deshalb sprechen wir nicht über Einwanderer, sondern mit ihnen. Wir arbeiten mit den Vereinen, Verbänden und Kulturzentren der unterschiedlichen ethnischen, religiösen und gesellschaftlichen Gruppen zusammen. Voraussetzung ist das Bekenntnis der jeweiligen Organisation zu unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

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Kooperative Stadtentwicklung 2019